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In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurde die Feuerwehr Pohlheim nach Dorf-Güll in die Kirchgasse alarmiert.

Laut erster Alarmierung sollte es sich um eine unklare Rauchentwicklung aus einem Wohngebäude handeln. Bereits vier Minuten nach der ersten Alarmierung wurde das Einsatzstichwort auf „Wohnhausbrand – Menschenleben in Gefahr“ erhöht, woraufhin umgehend weitere Kräfte nachgefordert wurden.
Vor Ort brannte es in einem Wohnhaus, zudem befand sich noch eine Person im Gebäude. Drei Personen, die Rauchgasvergiftungen erlitten hatten, konnten sich bereits eigenständig aus dem Gebäude in Sicherheit bringen. Unverzüglich wurde ein Innenangriff zur Menschenrettung eingeleitet. Die Person wurde dabei aus dem ersten Obergeschoss mithilfe einer Brandfluchthaube gerettet. Auch eine Katze und ein Hund konnten gerettet werden – für einen zweiten Hund kam jedoch jede Hilfe zu spät. Aufgrund der hohen Anzahl an Verletzten wurde das Stichwort „Massenanfall an Verletzten“ (MANV 5) ausgerufen, wodurch zahlreiche Rettungsdienstkräfte zur Einsatzstelle alarmiert wurden.
Das Feuer konnte zügig unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Im Anschluss waren mehrere Trupps unter Atemschutz mit umfangreichen Nachlöscharbeiten im Gebäude beschäftigt. Insgesamt kamen sieben Atemschutztrupps zum Einsatz.

Drei der Bewohner wurden zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auch eine Feuerwehrkameradin, die sich bei der Betreuung der Tiere verletzte, musste in einem Krankenhaus medizinisch versorgt werden. Allen Betroffenen wünschen wir eine schnelle und vollständige Genesung.

Der Einsatz war zugleich eine Premiere für die neue Hygienekomponente der Feuerwehr Pohlheim, die seit etwa einem Monat im Dienst ist und dazu beiträgt, gesundheitliche Risiken wie den sogenannten „Feuerkrebs“ zu reduzieren.

Im Einsatz waren alle drei Löschzüge der Feuerwehr Pohlheim sowie die Hygienekomponente. Der Rettungsdienst war mit vier Rettungswagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeugen sowie der Einsatzleitung Rettungsdienst – bestehend aus Leitendem Notarzt und Organisatorischem Leiter Rettungsdienst – vor Ort. Zudem machten sich der Bürgermeister und der Leiter des Ordnungsamtes ein Bild von der Lage.

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